ERSTES QUEER-TANGO-FESTIVAL IN BERLIN - BEGEGNUNG IN BEWEGUNG
Deutschlands Queer- und Tangometropole lädt ein: Anfang August 2011 findet erstmals in Berlin ein Queer-Tango-Festival statt!
Damit etabliert Deutschlands Hauptstadt - wie in den letzten Jahren schon Buenos Aires, San Francisco, Stockholm oder Hamburg - ein internationales Tangofestival jenseits konventioneller Rollenklischees.
Seit 2009 gehört der Tango zum UNESCO-Weltkulturerbe - sehr zur Freude der stetig wachsenden Zahl von Tangueras und Tangueros. Auch Berlin zieht Jahr für Jahr mehr tangobegeisterte Besucher an. Deutschlands Hauptstadt ist neben Buenos Aires die größte Tangometropole der Welt. Verbunden sind die beiden Städte schon seit langem durch eine Städtepartnerschaft und gegenseitigen Kulturaustausch, hier spielt der Tango natürlich eine wichtige Rolle.
Aber das Queer-Tango-Festival will nicht nur den Dialog zwischen den Kulturen fördern, sondern zur Integration von Lesben, Schwulen und Transgender auch auf dem Tanzboden beitragen. So soll das Queer-Tango-Festival das andere Ufer des Río de la Plata mit dem an der Spree verbinden. Dass „Homosexualität und Tango“ in Gesellschaften mit traditionellen Rollenbildern ein schwieriges Thema ist, verwundert nicht. Wie aber sieht es in der Regenbogen-Weltstadt Berlin damit aus? Gibt es die viel beschworene Toleranz und Offenheit gegenüber sexueller Vielfalt auf dem Parkett? Welche Erfahrungen machen gleichgeschlechtliche Paare in Tanzkursen oder auf einer Milonga? Gehören Menschen gleichen Geschlechts, die miteinander tanzen, bereits zur Normalität in unserer Gesellschaft? Kann die zunehmende Präsenz gleichgeschlechtlicher Paare auf den Tanzflächen zur Toleranz der sexuellen Vielfalt beitragen?
Zu diesem Diskurs möchte das Festival anregen.
Aufforderung zum Tanz!
Das Queer-Tango-Festival lädt in „open gender classes“ alle Tangobegeisterten - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung - dazu ein, das starre Rollenselbstverständnis des Tangotanzens zu brechen und „Führen“ und „Folgen“ aus einer neuen Perspektive zu erleben. Was für Lesben, Schwule und Transgender vertrautes Terrain ist, kann im Tango für manche/n Hetero zu einer neuen, spannenden Entdeckung werden. Denn der Rollenwechsel vertieft das Verständnis des Tanzes und ermöglicht ein intensiveres Tanzerlebnis. Auch für fortgeschrittene TangotänzerInnen ist das Spielen mit verschiedenen Rollen eine kreative Herausforderung und immer wieder eine Quelle der Inspiration. „Unser Konzept ist integrativ, d.h. wir wollen allen die Möglichkeit bieten, sich im Tango auf vielfältige Weise auszuprobieren - unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität“, sagt Astrid Weiske, die Initiatorin des Festivals. „Beim Tango befinden sich die beiden Tanzenden in einem ständigen Dialog. Man weiß vorher nie, wie das „Gespräch“ verläuft - selbst wenn man schon Dutzend Mal miteinander getanzt hat. Offenheit und Achtsamkeit sind hier gefragt – und der Rollenwechsel macht das Ganze noch interessanter und aufregender.“
Austausch und Annäherung, Kontakt und Kommunikation, Leidenschaft und Hingabe – das ist der Tango. Eine einmalige Gelegenheit zum Brückenschlag zwischen queeren und anderen Lebenswelten.
An fünf Tagen im August bietet das Queer-Tango-Festival zahlreiche Workshops zu verschiedenen Themen an. Abends gibt es Milongas mit Life Musik und Tanzperformance, dort kann die ganze Nacht das Tanzbein geschwungen werden. Ein Rahmenprogramm mit Diskussionsrunden und Kunst- und Kulturevents rundet das Festival ab. Unterrichten und performen werden renommierte nationale und internationale queere und heterosexuelle TänzerInnen.
Wir freuen uns auf eine kreative, spannende
BEGEGNUNG IN BEWEGUNG!
Partner:

Hasenheide 54, 10967 Berlin
www.phynixtanzt.de
